Mit den Erneuerbaren Energien (EE) kann man viele positive Eigenschaften verknüpfen: Sie sind nachhaltig, klimaschonend und zukunftsweisend. Jedoch sollte ein wichtiger Aspekt nicht vergessen werden: Die Menschen, die in diesem Bereich arbeiten. In Bezug auf diese Entwicklungen fällt das Uwe-Leonhardt-Urteil positiv aus.

Die Branche wächst

Uwe Leonhardt Grafik Anzahl der Beschäftigten Branche der EE Welche Branche kann von sich behaupten, ein Wachstum an Arbeitskräften von 138 % in den letzten sieben Jahren gehabt zu haben? Diese Frage habe ich, Uwe Leonhardt, mir gestellt. Meine Antwort: Dies können nur die EE. Die Wichtigkeit dieser Branche als dezentraler Arbeitgeber wird deutlich, wenn man die statistischen Werte betrachtet. Im Jahr 2012 arbeiteten 377.800 Menschen im Zusammenhang mit den EE in Deutschland. Das ist mehr als bei Siemens, der Telekom und der Volkswagen AG zusammen arbeiten. Hierzu zählen direkt und indirekt Beschäftigte, welche ent-weder direkt in der Her-stellung, Installation, War-tung sowie dem Betrieb von Anlagen arbeiten oder indirekt wie z. B. die Zu-lieferer der Brenn-/ Kraft-stoffe für Biosmasseanlagen. Diese Menschen machen etwa 0,9 % der in Deutschland arbeitenden Bevölkerung aus.

Uwe Leonhardt’s Blick auf Niedersachen

Für Niedersachsen haben die EE sogar eine noch größere Bedeutung als für das gesamte Bundesgebiet. In Niedersachsen sind es 51.290 Arbeitsplätze, also 1,45 % aller Erwerbstätigen. Den wichtigsten und größten Teil nimmt dabei die Windenergie ein. 26.390 der 117.900 Beschäftigten in der Windenergiebranche arbeiten allein in Niedersachsen und sorgen dafür, dass die Arbeitslosenstatistik um 0,66 % geringer ist. Gleichzeitig verhält sich die Windenergiebranche vorbildlich im Bereich der Ausbildung. Im Jahr 2007 waren 7 % der Mitarbeiter in Unternehmen der Windenergie Auszubildende bei einem Bundesdurchschnitt von 4,8 %.

Uwe Leonhardt’s Fazit

So sorgen die Investitionen in die EE nicht nur dafür, dass der produzierte Strom unser gefährdetes Klima und damit unser Leben schont, sondern es werden Arbeitsplätze in oftmals dünnbesiedelten und strukturschwachen Regionen geschaffen und gefördert. Durch 70 % der Gewerbesteuererträge sowie Pachten und mögliche Bürgerbeteiligungen, bleiben die erwirtschafteten Erträge zu großen Teilen direkt vor Ort und fließen nicht in die großen Konzernzentralen ab.

 

Quellen:
• gws (2012): Erneuerbar beschäftigt in den Bundesländern! – Bericht zur daten‐ und modellgestützten Abschätzung der aktuellen Bruttobeschäftigung in den Bundesländern – http://www.erneuerbare-energien.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/bericht_brutttobeschaeftigung_bl.pdf
• gws (2012): Kurz- und langfristige Auswirkungen des Ausbaus der erneuerbaren Energien auf den deutschen Arbeitsmarkt – http://www.erneuerbare-energien.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/ee_arbeitsmarkt_bf.pdf
• ISI/ DIW/ gws/ izes (2012): Monitoring der Kosten und Nutzenwirkungen des Ausbaus erneuerbarer Energien im Strom- und Wärmebereich im Jahr 2011
• BMU (2012): Erneuerbar beschäftigt! – Kurz- und langfristige Wirkungen des Ausbaus erneuerbarer Energien auf den deutschen Arbeitsmarkt – http://www.erneuerbare-energien.de/index.php?id=253&type=0&jumpurl=fileadmin%2FDaten_EE%2FDokumente__PDFs_%2FEE_beschaeftigt_bf.pdf&juSecure=1&mimeType=application%2Fpdf&locationData=253%3Att_content%3A2956&juHash=ec3572d3751af3f377496e20c2324b2f2b9409fd